Weblog & IT-Notizen
Aus der Praxis für die Praxis
Als Vater-Sohn-Team sind wir meist direkt im Einsatz bei unseren Kunden. Doch wenn uns Themen begegnen, die wir für besonders wichtig oder hilfreich für Sie halten, nehmen wir uns die Zeit und halten diese hier fest.
Stöbern Sie gerne durch unsere bisherigen Themen. Wir hoffen, dass der ein oder andere Praxistipp für Ihren digitalen Alltag dabei ist!
Sicherheitslücken mal anders: Wenn die Hardware die Schwachstelle ist
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Software-Fehler sind wir gewohnt, aber das Jahr 2018 hat uns mit Spectre und Meltdown eine neue Qualität aufgezeigt: Diesmal ist bereits die Hardware, genauer gesagt der Prozessor, für die kritischen Schwachstellen verantwortlich. Das ist eine neue Herausforderung, die sich nicht einfach mit einem schnellen Programm-Update beheben lässt, sondern tiefgreifende BIOS-Updates erfordert.
Wir haben diese Notwendigkeit in den letzten Monaten zum Anlass genommen, die Systeme unserer Kunden grundlegend zu prüfen. Wenn wir für diese sicherheitsrelevanten Anpassungen ohnehin am Gerät arbeiten, gehört der Blick auf die verbaute Hardware für uns dazu.
Oft haben wir dabei noch klassische, mechanische Festplatten im Einsatz gesehen. Unsere Empfehlung war hier eindeutig: Der Umstieg auf eine SSD. Während das BIOS-Update das hardwareseitige Einfallstor schließt, sorgt die SSD für eine zeitgemäße Stabilität und Geschwindigkeit. So verbinden wir die notwendige Absicherung der Prozessoren direkt mit einer sinnvollen Modernisierung der Arbeitsplätze.
Nach dem großen Knall: Warum unsere Kunden ruhig schlafen konnten
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Der Mai 2017 wird vielen als der Monat des großen Zitterns in Erinnerung bleiben. Der Verschlüsselungstrojaner WannaCry hat weltweit gezeigt, wie verwundbar Systeme ohne aktuelles Patch-Management und moderne Schutzlösungen sind. Der Aufschrei war riesig – aber nicht bei uns.
Für unsere Kunden konnten wir im Juni schnell Entwarnung geben. Wer bereits auf unser neues Konzept „CSCS Protection powered by Panda – beschützt statt nur geschützt“ umgestiegen war, konnte die Schlagzeilen gelassen lesen. Da wir uns in diesem Jahr intensiv auf Cybersecurity der Businessklasse spezialisiert haben, waren diese Systeme bereits proaktiv abgeschirmt.
Es hat sich ausgezahlt, dass wir 99,9 % Schutz nicht für genug halten. Durch das neue Monitoring auf Basis von Panda Systems Management haben wir die Patch-Stände im Blick und können zentral eingreifen, bevor eine Lücke zum Einfallstor wird. Während andere also noch mit der Schadensbegrenzung beschäftigt waren, haben wir die Zeit genutzt, um unsere neuen Dienstleistungsangebote rund um die Fernwartung weiter zu verfeinern.
Manchmal ist "keine Nachrichten" in der IT eben die beste Nachricht.
Das Ende von ISDN – Alles wird IP
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Die Telekom macht Ernst und klemmt die alten ISDN-Anschlüsse ab. "All-IP" ist das Zauberwort, aber für viele Kunden bedeutet das erst mal Stress: Splitter und NTBA fliegen raus, die Telefonie wandert in den Router.
Wir haben in den letzten Monaten viele individuelle Lösungen entwickelt, um den Umstieg schmerzfrei zu gestalten. Die Ansätze waren oft verrückt, aber am Ende immer praxisgerecht, stabil, günstig und vor allem nachhaltig. In der Regel führt bei uns kein Weg an einer Fritz!Box mit internem S0-Bus vorbei – oft die einzige vernünftige Chance, die bewährte ISDN-Anlage einfach weiterzubetreiben.
Randnotiz: Nicht alles wird dabei zwangsweise zum Highspeed-Internetanschluss. Es gibt sie immer noch, die reinen analogen Anschlüsse für Leute, die einfach nur telefonieren wollen. Da simuliert die Technik im grauen Kasten am Straßenrand das alte Signal, damit das Telefon weiterklingelt – ganz ohne Internet-Gedöns.
Windows 10 ist da – Wir hassen Veränderungen (zu Recht!)
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Microsoft hat Windows 10 veröffentlicht und trommelt kräftig für das kostenlose Upgrade. Das große Verkaufsargument: Das Startmenü ist wieder da! Wir können darüber nur müde lächeln. Da wir Windows 8 (und damit das Verschwinden des Startmenüs) konsequent ignoriert haben, ist das für uns keine Neuigkeit – unsere Windows 7 Systeme haben ihr Startmenü ja nie verloren.
Trotzdem bleibt unser Puls flach. Warum sollten wir jetzt wechseln? Wir hassen Veränderungen, wenn sie keinen unmittelbaren Nutzen bringen. Windows 7 läuft bei uns und unseren Kunden aktuell so stabil und rund, dass wir überhaupt keinen Grund sehen, dieses "Running System" anzufassen. Nur weil Microsoft ein neues Design verschenkt, riskieren wir keine Inkompatibilitäten bei Druckern oder wichtiger Branchensoftware.
Unser Plan für 2015: Wir ignorieren das Upgrade-Symbol in der Taskleiste erst einmal konsequent. Windows 10 wird für uns vermutlich erst dann interessant, wenn der Support für Windows 7 irgendwann in ferner Zukunft (Januar 2020) dem Ende entgegengeht. Bis dahin gilt: Ruhe bewahren, mit dem bewährten System produktiv bleiben und die anderen die Beta-Tester spielen lassen.
Der König ist tot – es lebe der König
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Eigentlich war Windows XP ja ein treuer Begleiter, aber am 08. April ist nun endgültig Schluss mit dem Support. Wer jetzt nicht wechselt, steht sicherheitstechnisch quasi mit offener Haustür da. Also heißt es für uns aktuell: Ärmel hochkrempeln und die Systeme auf ein aktuelles Betriebssystem umziehen – aber welches? Eine echte Alternative zu Windows gibt es nach wie vor nicht, auch wenn Linux-Jünger das anders sehen...
Schon von Anfang an haben wir uns gegen das "Experiment" Windows Vista entschieden – zu viel Ballast, zu wenig Performance. Aber auch das aktuelle Windows 8.1 wollen wir niemandem zumuten! Die massive Änderung der Benutzerführung mit den bunten Kacheln ist ohne Touchscreen am Desktop-Arbeitsplatz eher ein Hindernis als eine Hilfe. Wir wollen Produktivität für unsere Kunden und keine Experimente bei der Bedienung. Insgeheim trauern wir heute noch Windows 2000 nach... Was bleibt übrig? Unser neuer König: "Windows 7".
Bei der Umstellung bleiben wir pragmatisch: XP läuft nahezu auf allen Rechnern als 32-Bit-Version. Warum? Weil die 64-Bit-Variante von XP nach wie vor ein Krampf ist – viele Treiber fehlen und spezielle Programme laufen oft gar nicht oder sogar langsamer.
Damit auch "die alten Kisten" nach dem Update nicht einschlafen, gilt unsere dringende Empfehlung für den Einbau einer SATA-SSD. Und unsere Kunden geben uns Recht: Sie denken alle, sie hätten einen komplett neuen PC vor sich stehen – so schnell ist das System plötzlich.
Der Kältetod geht um!
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Aus aktuellem Anlass erinnern wir an ein paar Dinge, die es im Winter zu beachten gilt:
- Viele elektronische Geräte sind nicht für den Einsatz unter -5° Celsius geeignet!
- Gerade Akkus und Batterien leiden sehr unter Kälte und verlieren enorm an Kapazität
- Vermeiden Sie nach Möglichkeit die Lagerung unter 8° Celsius
- Wenn Geräte aus der Kälte in die Wärme kommen, bitte NICHT sofort in Betrieb nehmen
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- An Platinen, etc. sammelt sich Kondenswasser, welches Kurzschlüsse verursachen kann ... der sichere Tod für PC & Co ist also vorprogrammiert!
- Lassen Sie daher Geräte mindestens eine Stunde lang ohne Stromzufuhr stehen und kontrollieren Sie vor Inbetriebnahme, ob sich evtl. noch Restfeuchtigkeit im Gehäuse befindet.
Bei Feuchtigkeitsschäden hilft meist keine Reparatur, sondern nur noch der Neukauf bzw. Austausch betroffener Komponenten!

